Feb 242010
 

republica10 120x160_white_jpgBald ist es wieder soweit: Wenn die Tage länger und wärmer werden, findet in Berlin die re:publica statt. Vom 14. bis zum 16. April 2010 dreht sich alles um das Echtzeit-Web. Unter dem Titel “nowhere“, welcher das Jetzt und Hier und gleichzeitig das Nirgendwo des Social Web impliziert, wird unter anderem auch über eCampaigning, über den Einsatz von Social Web bei den Protesten in Iran, Internetzensur und den Einsatz von Computertechnologie für mehr politische Transparenz gesprochen und diskutiert.

Mehr Informationen zur vierten Durchführung dieser Social-Media-Konferenz: Internetseite re:publica 2010.

Feb 232010
 

Erfolg in der Finalistenauswahl – FHSG im Konsortium dabei: Sieben Fachhochschulen aus Baden-Württemberg sind im Finale des Förderprogramms zur Schaffung von “Zentren für angewandte Forschung an Fachhochschulen” (ZAFH). Die Finalisten sind die Hochschulen Aalen, Esslingen, Furtwangen, Konstanz, Mannheim, Ravensburg-Weingarten und Stuttgart (HdM). Gefördert werden sollen zwei bis drei Fachhochschulen mit jeweils bis zu 2,5 Mio. Euro.
Bei einem der Forschungsverbünde ist das Kompetenzzentrum Generationen der FHS St. Gallen (CCG) als Kooperationspartner dabei: Es handelt sich um einen interdisziplinären Projektverbund im Bereich des Ambient Assisted Living (AAL), der neben technischen (u.a. aus Medizintechnik, Mikrosystemtechnik, Informatik) Fragestellungen auch soziologische, sozialpolitische, ethische, rechtliche und pflegerische Dimensionen berücksichtigt.

AAL-Logo_Deutschl

Standort- und fächerübergreifende Kooperation: Die Fachhochschulen in Furtwangen (Projektleitung), Mannheim und Ravensburg-Weingarten fungieren als Hauptantragsteller. Der CCG-Leiter Ulrich Otto ist für die FHSG – neben der Katholischen Hochschule Freiburg/Br. – Kooperationspartner in spezifischen Fragestellungen der Pflegewissenschaft, Gerontologie und sozialer Raumbezüge. Das geplante ZAFH-AAL soll neben einem Kernthemengebiet assistiver Technologien für ein selbständiges Leben im Alter ebenso Fragen der Teilhabe, der Aneignung von technischer Assistenz, der Einbettung in soziale Vollzüge u.a.m. bearbeiten.


Der forschungspolitische Hintergrund: „Mit dem Programm unterstützen wir Initiativen von Fachhochschulen, die standortübergreifend in neuen Zentren für angewandte Forschung kooperieren wollen. Dies ermöglicht Forschung auf zukunftsträchtigen Feldern – über Institutionengrenzen hinweg mit gebündelten Kompetenzen und Ressourcen. Die Zentren tragen zur Schwerpunkt- und Profilbildung der Fachhochschulen bei“, so Prof. Dr. Frankenberg, der baden-württembergische Wissenschaftsminister. Insbesondere mittelständischen Unternehmen böten die Zentren die Möglichkeit, durch die Anwendung von Forschungsergebnissen ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern.
Das Programm wird aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Landesprogramm „Innovation und Exzellenz“ (ZO IV) finanziert.

ZAFH_AAL_EU-Logos

Für die zweite Tranche stehen rund sieben Mio. Euro zur Verfügung. Die sieben Finalisten haben sich in einem Feld von 23 Bewerbungen durchgesetzt. Sie sind dazu aufgefordert worden, Vollanträge zu stellen und ihre Forschungsvorhaben genauer darzulegen. Im Mai 2010 entscheidet ein Expertengremium mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft, welche Fachhochschulen gefördert werden.

Presseerklärung zur ZAFH-Finalistenauswahl

Feb 222010
 

Cover_FreieNetze_FreiesWissenThink global – act local” – dieses Zitat hört man gerade im Umfeld des World Wide Web und des Internet häufig. Das Zitat geht gemäss Wikipedia zurück auf den Schottischen Biologen und Stadtplaner Patrick Geddes, der dies 1915 zwar nicht wörtlich, aber sinngemäss so in seinem Buch “Cities in Evolution” formuliert hat.

Und mit Stadtplanung im weitesten Sinne beschäftigt sich auch das Werk “Freie Netze. Freies Wissen.“, dem wir uns in diesem Beitrag widmen wollen. Mit Aufkommen des World Wide Web Anfang der neunziger Jahre wurde allenthalben die Auflösung und Bedeutungslosigkeit des Raumes beschworen. Tatsächlich lässt das Netz die Welt näher zusammen rücken, “die Welt ist ein Dorf” hört man oft in diesem Zusammenhang, aber Lokalität hat sicher nicht ihre Bedeutung in der globalisierten Welt verloren, im Gegenteil, und Lokalität ist auch kein Widerspruch zur Globalisierung.

Freie Netze. Freies Wissen.” ist ein Sammelband, der sich einerseits mit den globalen Entwicklungen der Informationsgesellschaft beschäftigt – think global. Gleichzeitig werden in dem Werk aber ganz konkrete Projekte und Projektideen für die lokale Umsetzung globaler Konzepte vorgestellt und besprochen – act local. Der Sammelband wird herausgegeben von Leonhard Dobusch und Christian Forsterleitner und ist 2007 erschienen; entstanden ist er Band als Beitrag für das Europäische Kulturhauptstadtjahr Linz 2009.

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Feb 082010
 

einclusion_coverDie EU hat eine Studie publiziert, in der verschiedene e-Inclusion Initiativen in Europa untersucht wurden. Der 116-seitige Bericht analysiert 12 ausgewählte Fallstudien im Detail, die aus 36 Initiativen ausgewählt wurden.

Ziel der Studie war es, (1) Good Practice im Kontext von e-Inclusion zu identifizieren und zu analysieren sowie (2) Empfehlungen für Verantwortliche abzuleiten. Dabei wurden Initiativen aus dem privatwirtschaftlichen wie auch dem Non Profit – Bereich untersucht. Im Kern der Studie stehen die 12 ausgwählten Fallstudien.

Der Titel der Studie lautet: “e‐Inclusion initiatives from private and non‐profit European entities” und ist als pdf-Dokment (und im .doc-Format (36MB)) in englischer Sprache verfügbar.

Auszug aus der Zusammenfassung:

“Social innovation for meeting social needs has been on the European Commission’s agenda for some time. e‐Inclusion policies are an important element in the contribution of the Information Society to the Lisbon goals of economic growth and social cohesion. Moreover, social innovation gains in relevance in the current economic and social crisis. Social cohesion is deteriorating as a result of raise unemployment and decrease in growth and taxation revenue.
e‐Inclusion has is an increasingly important element for social cohesion and thus for the response to the crisis. ICT has deeply reshaped our lives over the past few years, but many have been left behind. There is still much to do to help the those people to join the digital world and promote ICT as a useful tool to for the majority of citizens to address their needs, e.g. in terms of jobs, social participation, or independent living.”

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Feb 042010
 

2343602484_69e2c62c0bIn den letzten Tagen wurden zwei aktuelle Studien zum Medienkonsum bzw. zur Mediennutzung bei Jugendlichen den USA publiziert.

Die Kaiser Family Foundation hat am 20. Januar 2010 eine Studie zum Medienkosum der 8- bis 18-jährigen in den USA veröffentlicht: “Generation M2: Media in the Lives of 8- to 18-Year-Olds“.

Der Internet Kritiker Andrew Keen kommentierte dazu via Twitter: “if this report about kids’ media habits doesn’t disturb you, then you don’t have kids“.

Weitere Details zur Studie findet man hier: Medienkonsum der Generation M2.

Am 3. Februar 2010 veröffentlichte das PewResearchCenter eine Studie zum Thema Social Media & Mobile Internet Use Among Teens and Young Adults. In dieser Studie wird die Mediennutzung differenziert untersucht.

Die grundsätzlichen Ergebnisse sind letztendlich nicht weiter überraschend und könnten so zusammengefasst werden: “Bloggen ist out, Social Networks sind in“:

  • Die Teenager bloggen weniger als noch 2006, Erwacsene dagegen mehr
  • Die Nutzung von Social Networks hat dagegen massiv zugenommen, sowohl bei Teenagern als auch bei den anderen Altersgruppen.
  • Twitter spielt kaum eine Rolle bei den Teenagern: “Twitter is an exception
  • Ein Handy zu besitzrn ist auch bei Teenagern inzwischen mainstream geworden
  • Annähernd 100% der Teenager ab 12 Jahren nutzen das Internet.

In der Studie erfährt man aber zahlreiche weitere Details.

Weitere Quellen:

Bildquelle: flickr.com/ oso (CC Lizenz)
Feb 032010
 

Heute morgen fand um 07:30 Uhr (!) der 2. Social Media Gipfel in Zürich statt (socialmediagipfel.ch). Dieser Event versteht sich als zweimonatlicher Praxisdialog mit Frühstück und Gipfeli: Die Social Media Community aus der Schweiz trifft sich zu Kaffee und Gipfeli und diskutiert aktuelle Themen. Grundsätzlich herrscht in der Social Media Community eine positive, aber deswegen nicht unkritische, Aufbruchstimmung! Dass es nicht nur Geeks sind lässt sich schon allein daran erkennen, das eine Reihe von Teilnehmern schlichtweg ihr Geld in diesem Metier verdienen.

Trotz der Uhrzeit waren für diesen 2. Social Media Gipfel die 80 Plätze innert kürzester Zeit ausgebucht (vgl. hier).

Heute morgen ging es um zwei Themen:

  1. Um die Social Media Kampagne von Amnesty International “Kerzen nach Libyen” zu Gunsten der zwei Inhaftierten Schweizer in Libyen.
  2. Um Location Based Services wie Gowalla und Foursquare.

Die Beiträge der Veranstaltung sind weitgehend Online verfügbar:

Berichte von der Veranstaltung finden sich u.a. hier (Ergänzungen folgen):

Der nächste Social Media Gipfel findet am 7. April 2010 in Zürich statt.