Im Juni 2009 beschloss die Konferenz der Regierungschefs der ArgeAlp (Arbeitsgemeinschaft Alpenländer) eine „Resolution der Mitgliedsländer der Arge Alp zur Informationsgesellschaft und Infrastrukturpolitik“. In der Resolution wurde klar die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Entwicklung der Informationsgesellschaft im Alpenraum hervorgehoben – und damit die Bedeutung der IKT für entlegene bzw. benachteiligte Regionen: „Zur Überwindung von Raum und Topografie in der Informationsgesellschaft sind IKT-Infrastrukturen von zentraler Bedeutung für den Alpenraum.“ Im Rahmen der Resolution werden auch vielfältige konkrete Massnahmen im Sinne von Empfehlungen an die Mitgliedsländer aufgezeigt.
Als Konsequenz dieser Reslution führt die ArgeAlp in Kooperation mit der HTW Chur im September 2010 die Arge Alp Fachtagung 2010: Informationsgesellschaft und Infrastrukturpolitik im Alpenraum durch.
Unter dem Titel “Think Global – Act Local” – Wie die Informationsgesellschaft greifbar werden kann” haben wir bereits über die Initiative Freie Netze. Freies Wissen. der Stadt Linz berichtet.
In dem Sammelband “Freie Netze. Freies Wissen.” wurden nicht nur globale Entwicklungen der Informationsgesellschaft thematisiert, sondern auch ganz konkrete Projekte und Projektideen für die lokale Umsetzung globaler Konzepte vorgestellt und besprochen.
Dass diese Projektideen nicht nur heisse Luft sind, zeigen jetzt u.a. die Ergebnisse der Studie “Open-Commons-Region Linz”. Die Studie wurde im Auftrag des Linzer Gemeinderates verfasst und jetzt vorgestellt. Open Commons wird wie folgt verstanden:
“Die vernetzte Informationsgesellschaft braucht freie Software, freie Daten, freies Wissen und freie Kulturgüter um Werke schaffen zu können, die dem Gemeinwohl dienen und ohne ökonomische und rechtliche Barrieren für alle nutzbar sind. Die Verfasser nennen die Gesamtheit freier Werke „Open Commons“ und verwenden damit bewusst einen Begriff, der alle Arten und Aspekte von immateriellen Gemeingütern umfasst.”
Am 14. Oktober 2010 findet in Karlsruhe der 1. Kongress der Integrata-Stiftung zum Thema Mehr Lebensqualität durch IT! statt.Das Programm startet mit drei Keynotes aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, u.a. mit den Referenten Andreas Meier, Professor an der Universität Freiburg (Schweiz) (”eDemocracy & eGovernment: Entwicklungsstufen einer demokratischen Wissensgesellschaft”) und Professor Herman Maurer von der TU Graz (”Intelligente Computer oder Symbiose Mensch-Computer?“).
Einer der Höhepunkte des Kongresses wird die Verleihung derPreise für humane Nutzung der Informationstechnologie (Wolfgang-Heilmann-Preis) der Integrata-Stiftung. Über den Hauptpreisträger mit dem Projekt Freie Netze. Freies Wissen. haben wir hier bereits berichtet: “Think Global – Act Local” – Wie die Informationsgesellschaft greifbar werden kann”.
Anschliessend werden in drei parallelen Sessions die ThemenBildung, Kommunikation und Gesundheit mit je drei Vorträgen ausführlich diskutiert.
Weitere Informationen zum Kongress findet man hier.
Bildquelle: flickr.com/Gary Hayes (CC Lizenz)
Die Zukunft der Zeitungen beschäftigt aktuelle viele, Praktiker wie Politiker oder Wissenschaftler. Nicht zuletzt habe ich mich selbst im Rahmen der Vortragsreihe wOrt 2010 der FHS St. Gallen und auch aktuell im Rahmen des Projekts “Bewertung von Geschäftsmodellen für regionale Medienhäuser” mit dem Thema beschäftigt.
In der aktuellen Ausgabe des Journals The Information Society (Volume 26, Issue 4 July 2010) wird ein lesenwerter Artikel zum Thema publiziert: “The Future of the Press: Insights from the Sociotechnical Approach” (DOI 10.1080/01972243.2010.489500)*.
Die Autoren verstehen den Journalismus als soziotechnisches System und untersuchen die (Macht-) Beziehungen zwischen Journalisten, Verlagen, Herausgebern und den Lesern.
Kürzlich erschienen ist das Buch Förderung der Kompetenzentwicklung mittels “New Blended Learning” – Kombination von E-Learning und Social Software anhand des Hochschulunterrichts im Thema Software-Engineering (u.a. bei amazon.de, buch.ch).
Der Autor Hansruedi Tremp ist Dozent an der FHS St. Gallen und Mitarbeiter am Institut für Informations- und Prozessmanagement (IPM-FHS) an der FHS St. Gallen. Er hat u.a. einen Abschluss als Master of Arts in eEducation und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema eLearning. Ebenfalls ist er Autor dieses Blogs.
Kurzbeschreibung des Buchs:






