Von Roman Kohler
Die Stadt St.Gallen setzt auf das mobile Internet und hat ein App für iPhone und iPad entwickelt.
Das App listet News, Informationen, Veranstaltungen und Veranstaltungsorte übersichtlich auf und verknüpft sie intelligent mit einem interaktiven Stadtplan. In den ersten knapp vier Monaten wurde das App über 2‘600 Mal aus dem App Store heruntergeladen.
Das mobile Internet entwickelt sich zum Massenmedium. Die Stadt St.Gallen hat diesen Trend erkannt und realisierte bereits im Jahr 2010 unter m.stadt.sg.ch eine mobile Website. Anfang 2011 folgte das App für iPhone und iPad. Das neue App listet News, Informationen, Veranstaltungen und Veranstaltungsorte übersichtlich auf und verknüpft sie intelligent mit einem interaktiven Stadtplan. Neu soll auch ein mobiler Echtzeit-Busfahrplan dazu kommen. Die Informatikdienste der Stadt St.Gallen (IDS) und die Fachstelle Kommunikation der Stadt St.Gallen (FSKO) haben das App in Zusammenarbeit mit der Firma anthrazit AG realisiert und entwickeln es nun stetig weiter.
Die EU hat kürzlich die Studie eHealth Benchmarking III publiziert. Die Benchmarking Studie zeigt auf fast 300 Seiten einen einen Vergleich zum Stand des Einsatzes von eHealth in Spitälern in (EU-) Europa. Dazu wurden sowohl CIOs als auch medizinische Direktoren befragt:
“The survey findings offer a comprehensive picture of the state-of-play in 30 European countries in terms of the digitisation of their acute hospitals. The focus is on European policy priority issues such as the adoption and usage of ICT solutions for healthcare purposes (electronic patient record systems, PACS, and ePrescribing), improved patient clinical data exchange among healthcare actors outside the hospital as well as with patients, and the deployment of telemedicine and telemonitoring services.”
Die Studie ist hier als pdf-Datei verfügbar.
Am vergangenen Sonntag hat die die Bürgerschaft der Stadt St. Gallen über das Projekt zur Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt abgestimmt. Bei einer Beteiligung von 46.8% der Stimmberechtigten wurde die städtische Vorlage mit 11177 zu 9785 Stimmen abgelehnt.
Gemäss TAGBLATT hat es einen heftigen Abstimmungskampf gegeben.
Gegenwärtig wird allenthalben eine verstärkte Bürgerbeteiligung in politischen Prozessen gefordert. Als Mittel dazu werden vor allem die Werkzeuge der Social Media als geeignet angesehen, also Facebook, Twitter und Co. In diesem Kontext wird auch von ePartizipation (eParticipation) gesprochen.
In den letzten beiden Wochen vor der Abstimmung haben wir den Abstimmungskampf in den Online- und Social Media beobachtet. Nachdem die Marktplatzgestaltung etwas sehr greifbares für jeden stagller Bürger ist, lag die Vermutung nahe, dass die durchaus intensive Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern sich auch Online reflektiert.
Die Integrata Stiftung setzt sich für die humane Nutzung der Informationstechnologie ein und somit für die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen.
Im Rahmen der Aktivitäten der Stiftung wird regelmässig der Wolfgang-Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie ausgeschrieben. (Bericht über die Preisverleihung 2010)
Die aktuelle Ausschreibung 2011 hat das Schwerpunkt-Thema
Bereits mehrfach haben wir über die Initiative “Freie Netze. Freies Wissen.” in der Region Linz berichtet (hier, hier, hier). Die Initiative startete mit dem Erscheinen des Buches 2007 und hat inzwischen eine Reihe von Ergebnissen aufzuweisen.
So wurde u.a. der Public Space Server Linz realisert, der jedem Bürger einen Webspace von 1 GB kostenlos zu Verfügung stellt und somit “den kostenlosen virtuell-öffentlichen Raum” realisieren soll.
Im Rahmen der Kulturförderung erhalten seit 2009 Projekte mit Werken unter freien Lizenzen 10% mehr Förderung. 2010 wurde eine Studie zur Open-Commons-Region Linz publiziert (vgl. hier), für 2011 ist ein Pilot Offene Verwaltungs- und Regierungsdaten und für 2012 ein Open Commons Kongress geplant.
Das kürzliche erschienene Buch “Freiheit vor Ort: Handbuch kommunale Netzpolitik” basiert auf den bisher gemachten Erfahrungen und versucht sie zu generalisieren. Es wurde von den beiden Autoren an der re:publica 11 in Berlin im April 2011 im Rahmen eines Workshops vorgestellt. Das Buch ist wiederum unter einer CC-Lizenz kostenlos als pdf-Datei verfügbar.
Am 24. Juni 2011 findet in Bern die erste nationale Veranstaltung zum Thema Open Government Data statt.
Initiantin der Veranstaltung ist die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, Mitveranstalter das Schweizerische Bundesarchiv.
Aus der Ankündigung:
“ “Open Government Data” hingegen steht für die aktive Bereitstellung nicht gesetzlich geschützter Datenbestände zur freien Einsichtnahme und Wiederverwendung. Dadurch eröffnet sich in drei Richtungen grosses Potential: Potential für Transparenz, Innovationen und Kosteneinsparungen.
Diesen Chancen, den Best Practices sowie den heutigen Herausforderungen geht die Konferenz am Freitag, 24. Juni 2011 im Schweizerischen Bundesarchiv in Bern nach. An dieser ersten nationalen Veranstaltung zum Thema Open Government Data werden namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft über ihre Erfahrungen mit der Publikation und breiter Nutzbarmachung von Behördendaten berichten.”
Weitere Links:
- Website: opendata.ch 2011 Konferenz
- Konferenzprogramm (download)
- Ankündigung opendata.ch 2011 Konferenz
- Das Thema Open Government auf dem FHS eSociety Blog
In diesem Beitrag haben wir über die persönliche elektronische Gesundheitskate (Personal Health Record, PHR) und die verschiedenen Angebote berichtet.
Am 3. Mai 2011 kündigte nun die Swisscom jetzt das elektronische Gesundheitsdossier Evita aus der Schweiz an. Der Anbieter evita.ch ist eine Tochtergesellschaft der Swisscom.
Was bietet das elektronische gesundheitsdossier Evita?
“Im elektronischen Gesundheitsdossier Evita sind Ihre aktuellen Gesundheitsdaten sicher digital gespeichert und weltweit rund um die Uhr verfügbar. Dank den praktischen Zusatzfunktionen verwalten Sie zudem die Daten der ganzen Familie mit wenigen Mausklicks und erfassen Blutzucker- und andere Vitalwerte.”




