Von Alexander Seifert

Das Internet ist aus dem heutigen gesellschaftlichen und privaten Leben kaum noch wegzudenken. Die Nutzung des Internets zuhause wie unterwegs ist allgegenwärtig, dennoch wird auf spezifische Wünsche und Bedürfnisse gerade älterer NutzerInnen wenig eingegangen (z.B. Webgestaltung, Benutzerfreundlichkeit)

Das Internet ist auch für Menschen im höheren Alter ein wichtiges Instrument zur Informationsgewinnung und Kommunikation (Schelling & Seifert, 2010).

Im Zuge des Alterns kann die Nutzung des Internets aber durch verschiedenste individuelle Veränderungen (bspw. Sehen, Hören, taktile Steuerung) eingeschränkt bzw. erschwert werden. Daneben berücksichtigen einige Anbieter von Webinhalten mögliche Beeinträchtigungen auf der Nutzerseite nicht vollumfänglich. Dabei sollte eine Etikettierung im Sinne von “speziell für die Alten” vermieden werden; von erleichterten Zugängen profitieren alle.

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Die Studie Zukunftsmarkt 50plus: Chancen und Herausforderungen für das Verarbeitende Gewerbe wurde jetzt vom RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V. publiziert.

Aus der Ankündigung:

“Viele kleine und mittelständische Unternehmen könnten sich noch stärker auf die Bedürfnisse älterer Kunden einstellen. Oft reichen relativ einfache Anpassungen bei Design oder Ergonomie, damit das Angebot auch reife Kunden begeistert. Bei technologieintensiven Produkten (Stichwort „Ambient Assisted Living“, AAL) muss dagegen erst noch Pionierarbeit geleistet werden, ehe die Angebote auf einen breiten Markt treffen.

Der neue Leitfaden liefert Tipps, Hinweise und Praxisbeispiele zur Produktanpassung ebenso wie zur Markterschließung für neue generationenfreundliche Angebote. Marketing ist ein wichtiger Bestandteil für beides und nimmt daher in dem Heft breiten Raum ein.”

Publikation als PDF

Am Donnerstag, 9. Juni 2011, findet in Weinfelden die fünfte Ostschweizer Generationentagung zum Thema „Heimat, Quartier, vier Wände – ein Leben lang?“ statt.

Die Tagung beschäftigt sich mit dem Thema “Leben im Quartier” unter sozialen, ökonomischen,technischen und gesundheitsbezogenen Perspektiven.

So wird z.B. im Vortrag “Wie unterstützt assistive Technik Ältere und wer will sie?” der Themenbereich AAL thematisiert.

Weitere Informationen zur Tagung sind auf dem ifsablog abrufbar.

68375339_adab0a8002_bUnter dem Stichwort eInclusion - Informationsgesellschaft für Alle – wird u.a. der Nutzung des Internet und seiner Dienste durch die ältere Generation häufig thematisiert. Diese Nutzergruppe ist besonders häufig unter den Offlinern zu finden.

Das amerikanische PewResearchCenter hat kürzlich eine Studie speziell zur Nutzung von Social Media durch Ältere veröffentlicht: “Older Adults and Social Media“. Die Studie bezieht sich auf die USA, lässt aber sicher auch Rückschlüsse auf die Schweiz zu.

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2390299307_df5764281fIn der entstehenden eSociety spielt das Internet eine zentrale Rolle. Deswegen ist es ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel, diese Infrastruktur möglichst allen Menschen zugänglich zu machen. e-Inclusion, die “Informationsgesellschaft für alle” steht auf den politischen Agenden der Schweiz oder Europa.

“«eInclusion» will die Teilhabe aller Menschen und Gruppen an allen Aspekten der Informationsgesellschaft fördern, der «digitale Graben» soll überwunden werden.”
[Zugang für alle]

Längst sind aber nicht alle an Bord, auch nicht in der Schweiz. Eine aktuelle Studie hat jetzt den “digitalen Generationengraben” in der Schweiz analysiert. Die Studie wurde durchgeführt von der Universität Zürich im Auftrag von Pro Senectute Schweiz und mit Unterstützung des BAKOM. Im Mittelpunkt stehen die Hindernisse der IKT-Nutzung älterer Menschen.

Zwar nutzen ältere Menschen mit steigender Tendenz das Internet, aber aktuell sind es in der Schweiz bisher nur 38% der über 65-Jährigen, die das Netz nutzen. Eine zentrale Frage muss demnach sein, warum es noch so viele Offliner gibt in dieser Bevölkerungsgruppe. Die Studie gibt auch hierzu Auskunft.

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Erfolg in der Finalistenauswahl – FHSG im Konsortium dabei: Sieben Fachhochschulen aus Baden-Württemberg sind im Finale des Förderprogramms zur Schaffung von “Zentren für angewandte Forschung an Fachhochschulen” (ZAFH). Die Finalisten sind die Hochschulen Aalen, Esslingen, Furtwangen, Konstanz, Mannheim, Ravensburg-Weingarten und Stuttgart (HdM). Gefördert werden sollen zwei bis drei Fachhochschulen mit jeweils bis zu 2,5 Mio. Euro.
Bei einem der Forschungsverbünde ist das Kompetenzzentrum Generationen der FHS St. Gallen (CCG) als Kooperationspartner dabei: Es handelt sich um einen interdisziplinären Projektverbund im Bereich des Ambient Assisted Living (AAL), der neben technischen (u.a. aus Medizintechnik, Mikrosystemtechnik, Informatik) Fragestellungen auch soziologische, sozialpolitische, ethische, rechtliche und pflegerische Dimensionen berücksichtigt.

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Standort- und fächerübergreifende Kooperation: Die Fachhochschulen in Furtwangen (Projektleitung), Mannheim und Ravensburg-Weingarten fungieren als Hauptantragsteller. Der CCG-Leiter Ulrich Otto ist für die FHSG – neben der Katholischen Hochschule Freiburg/Br. – Kooperationspartner in spezifischen Fragestellungen der Pflegewissenschaft, Gerontologie und sozialer Raumbezüge. Das geplante ZAFH-AAL soll neben einem Kernthemengebiet assistiver Technologien für ein selbständiges Leben im Alter ebenso Fragen der Teilhabe, der Aneignung von technischer Assistenz, der Einbettung in soziale Vollzüge u.a.m. bearbeiten.


Der forschungspolitische Hintergrund: „Mit dem Programm unterstützen wir Initiativen von Fachhochschulen, die standortübergreifend in neuen Zentren für angewandte Forschung kooperieren wollen. Dies ermöglicht Forschung auf zukunftsträchtigen Feldern – über Institutionengrenzen hinweg mit gebündelten Kompetenzen und Ressourcen. Die Zentren tragen zur Schwerpunkt- und Profilbildung der Fachhochschulen bei“, so Prof. Dr. Frankenberg, der baden-württembergische Wissenschaftsminister. Insbesondere mittelständischen Unternehmen böten die Zentren die Möglichkeit, durch die Anwendung von Forschungsergebnissen ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern.
Das Programm wird aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Landesprogramm „Innovation und Exzellenz“ (ZO IV) finanziert.

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Für die zweite Tranche stehen rund sieben Mio. Euro zur Verfügung. Die sieben Finalisten haben sich in einem Feld von 23 Bewerbungen durchgesetzt. Sie sind dazu aufgefordert worden, Vollanträge zu stellen und ihre Forschungsvorhaben genauer darzulegen. Im Mai 2010 entscheidet ein Expertengremium mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft, welche Fachhochschulen gefördert werden.

Presseerklärung zur ZAFH-Finalistenauswahl

3366736695_c576bc6980Die Fachzeitschrift des Verbandes Curaviva widmet die aktuelle Nummer (Januar 2010) dem Themenschwerpunkt Soziotechnik. Reto Eugster,vom IFSA der FHS St. Gallen kommt in einem Interview zu Wort. Titel des Artikels: “Menschen im Alter können nicht mit moderner Technik umgehen? Ein Vorurteil!

Der Artikel ist Online nicht verfügbar.

Weiterführende Informationen zum Artikel auf medienpraxis.ch im Beitrag “Aneignung von virtuellem Raum“.

Bildquelle: flickr.com/Kaptain Kobold (CC Lizenz)
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